Mit dem Zweiten sieht man besser: Abschlusspräsentation auf der Global Game Jam 2012 in Köln.

Die Nacht war hart. Mehr als eine Stunde Schlaf war nicht drin.

Wir übergeben das Material an Thorsten, der sich an die Arbeit macht.

Rechtzeitig stellt Deutsche Handarbeit die Spiele-App „Game over. Survive in the Virtuality“ fertig. Zu Präsentationszwecken speichern wir das Spiel als Flashgame ab, um es auf unserem Monitor darzustellen.

Am Ende präsentiert Deutsche Handarbeit auf der Global Game Jam Cologne 2012 das Spiel „Game over. Survive in the Virtuality“, das sich kritisch damit auseinandersetzt, dass Spiele mit Suchtfaktor sich nachteilig auf einzelne Individuen, insbesondere auf Kinder, auswirken – und am Ende des Tages sogar ganze Existenzen zerstören können. Ein ZDF-Kamerateam begleitet das Wochenende die Global Game Jam. Unser Ansatz interessierte jedoch sowohl die Autorin als auch den Kameramann nicht.

Für einen Beitrag im ZDF-Kultur-Kanal filmte er alles, was niemandem wehtat.

Ein erheblicher Teil der Gamer ließ sich von Deutsche Handarbeit zu einer emotionalen Debatte motivieren. Der ZDF-Kameramann kommentierte die an die Gamer gerichtete Bitte, nach vorne zu treten mit den Worten: „Peinlich.“

Die Kamera des ZDFs ruhte während der gesamten Präsentation dicht am Boden.

Obwohl so ganz uninteressiert war das ZDF doch nicht. Der Mann für den Ton befragte Emilio ob er noch etwas anderes mache, als den ganzen Tag Computer zu spielen. Deutsche Handarbeit freut sich auf ein investigatives Meisterstück des ZDFs.

Rückzug nach Oberhausen.

Deutsche Handarbeit sammelt Kraft. Verschnaufpause auf dem Weg zurück nach Oberhausen.

Dann geht es in die Vollen. Wir haben zig Bilder auszuschneiden, die Ebene für Ebene zusammengesetzt werden müssen. Literweise fließen Kaffee und Wasser die Kehlen hinunter. Wir werden durcharbeit müssen. Nach einer anstrengenden Nacht der Visualisierung, wird Thorsten morgen früh beginnen, die Bilder zum Leben zu erwecken.

 

Vorpräsentation nach 24 Stunden.

Das Spielprinzip steht. Wir kreieren ein Virtual Life Game. Und das ist die Geschichte: Michael lebt Computerspiele. Die Welt der Racinggames, Ballerspiele und Jump`nRuns hält den 8-Jährigen völlig gefangen. Auf der Jagd nach Adrenalin-Kicks und Highscores, vergisst der kleine Mann alles um ihn herum. Weil seine Eltern hart arbeiten müssen, ist niemand außer dir da, um nach Michael zu schauen. Kümmere dich um ihn, versorge ihn mit Frischluft, Essen und Trinken und behalte dabei seinen Lebensenergiehaushalt im Blick. Wenn dieser am Ende ist, ist Michael am Ende.